Wertstromoptimierung in der Elektrotechnikproduktion
Wertströme
28 Okt. 2025

iStock.com / onurdongel
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2 Minuten Lesedauer
Ausgangssituation
Ein Hersteller kundenspezifischer elektrotechnischer Anlagen stand vor der Herausforderung, seine Produktions- und Materialflüsse besser zu synchronisieren. Die vorhandenen Systeme waren zwar leistungsfähig, wurden jedoch nicht konsequent zur Steuerung der operativen Abläufe genutzt. Dadurch entstanden Medienbrüche zwischen Planung, Materialbeschaffung und Fertigung. In der Folge kam es regelmäßig zu Verzögerungen im Materialfluss, zu erhöhten Beständen sowie zu eingeschränkter Transparenz über den Status einzelner Fertigungsaufträge. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen der Kunden an Termintreue und Reaktionsgeschwindigkeit deutlich.Was wir umgesetzt haben
Stabilisierung und Eigensteuerung der Instandhaltungsprozesse
Gemeinsam mit den Teams vor Ort wurden die Instandhaltungsprozesse so weiterentwickelt, dass Wartung und Anlagenüberwachung stärker eigenständig und proaktiv erfolgen konnten. Durch klar definierte Routinen und bessere Transparenz über Anlagenzustände wurde dieVerfügbarkeit der Produktionsanlagen signifikant erhöht.Transparente und automatisierte Materialflüsse
Die vorhandenen ERP-Funktionalitäten wurden gezielt genutzt, um Materialbewegungen zwischen den Produktionsbereichen transparenter zu machen. Automatisierte Abläufe und klar definierte Prozessschritte verbesserten die Synchronisation zwischen Beschaffung, Lager und Fertigung. Dadurch konnten Ressourcen besser genutzt und Reaktionszeiten auf Kundenanforderungen deutlich verkürzt werden.Optimierung der Beschaffungs- und Dispositionsprozesse
Der Beschaffungsprozess wurde vereinfacht und stärker an den tatsächlichen Bedarf in der Produktion gekoppelt. Parallel eingeführte Prognose- und Planungsmechanismen ermöglichten eine frühzeitigere Materialverfügbarkeit und reduzierten insbesondere bei Zukaufteilen die Durchlaufzeiten deutlich.Einführung transparenter Leistungskennzahlen
Zur nachhaltigen Steuerung der operativen Performance wurden zentrale KPIs wie Durchlaufzeit, OEE und Liefertreue kontinuierlich gemessen und für die Teams sichtbar gemacht. Die Organisation wurde damit in die Lage versetzt, Entscheidungen schneller und faktenbasiert zu treffen und Verbesserungsmaßnahmen gezielt umzusetzen.Ergebnis
Durch die verbesserte Synchronisation von Produktion, Materialfluss und Planungsprozessen entstand eine deutlich stabilere operative Steuerung. Die Organisation gewann Transparenz über ihre Wertströme und konnte Engpässe schneller identifizieren und beheben. Gleichzeitig verbesserten sich Anlagenverfügbarkeit, Durchlaufzeiten und Liefertreue signifikant. Die Kombination aus klarer Steuerungslogik, besserer Datentransparenz und operativen Routinen führte zu messbaren Produktivitätssteigerungen entlang des gesamten Wertstroms. OEE-Steigerung +12 %
OTIF-Lieferperformance +55 %
Durchlaufzeit −30 %
