Einführung eines Operating Systems bei einem Komponentenhersteller
Operations
02 März 2026

iStock.com / greenleaf123
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2 Minuten Lesedauer
Ausgangssituation
Ein weltweit führender Komponentenhersteller mit rund 4.000 Mitarbeitenden an mehr als zehn Standorten fertigte den Großteil seiner Produkte in kundenspezifischen Varianten. Die Auftragsdurchlaufzeiten lagen bei mehr als drei Monaten und führten zu hohen indirekten Kosten sowie steigenden Beständen. Gleichzeitig ging die Marktnachfrage spürbar zurück, während der Kostendruck zunahm. Parallel veränderten sich die Anforderungen der Kunden: Gefordert wurden deutlich kürzere Lieferzeiten und eine höhere operative Flexibilität.Was wir umgesetzt haben
Aufbau eines integrierten Operating Systems
Gemeinsam mit dem Management und den operativen Teams wurde ein integriertes Operating System entwickelt und eingeführt. Dieses basiert auf klar definierten Reifegraden – von stabilen Standardprozessen über Lean-Strukturen bis hin zur digitalen Weiterentwicklung. Das Operating System verankerte regelmäßige Reviews, klare Kennzahlen und strukturierte Verbesserungszyklen in der Organisation. Dadurch konnten Führungskräfte und Teams Leistung, Fortschritt und Prioritäten transparent steuern.Definition und Umsetzung von Future-State-Roadmaps
Auf Basis einer umfassenden Analyse der Wertströme wurden für jeden Standort konkrete Future-State-Roadmaps entwickelt. Diese definierten klare Zielbilder für Prozesse, Produktivität und Durchlaufzeiten. Die Umsetzung erfolgte schrittweise über priorisierte Initiativen vor Ort, unterstützt durch schnelle Pilotprojekte, sichtbare Fortschritte und klare Verantwortlichkeiten.Weiterentwicklung des Produktions-Footprints
Parallel wurde der Produktions-Footprint überprüft und an zukünftige Marktanforderungen angepasst. Produktlinien wurden gezielt zwischen Standorten verlagert, um Kapazitäten besser auszulasten und die Produktionsstruktur effizienter auszurichten. Dadurch entstand ein Produktionsnetzwerk, das deutlich besser auf zukünftige Nachfrageentwicklungen vorbereitet ist.Ergebnis
Durch die Einführung des Operating Systems und die gezielte Weiterentwicklung des Produktionsnetzwerks konnten Durchlaufzeiten erheblich reduziert und die Produktivität deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig entstand eine gemeinsame operative Sprache, die Führungskräften half, Leistung standortübergreifend zu steuern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das galt auch fortan für Investitionsanträge, die systematisch eingeordnet und priorisiert wurden, was widerum zu zielsicheren und in Summe reduzierten Aufwendungen führte.Kapazitätssteigerung+13 %
Margensteigerung+250 %
