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Einführung eines MES im Kundenauftrag

Operating Model
05 Feb. 2026
Digitale Produktionsplanung mit Manufacturing Execution System und integrierter Fertigungssteuerung

iStock.com / industryview

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2 Minuten Lesedauer

Ausgangssituation

Ein führender Hersteller von Fenstermodulen mit zentralem Produktionsstandort realisierte hochgradig kundenspezifische Projekte, vor allem für komplexe Bauvorhaben im Vereinigten Königreich. Das Unternehmen arbeitete ohne durchgängiges ERP-System. Die Metallfertigung, das Schweißen, die Lackierung und die Montage waren nicht ausreichend miteinander vernetzt. Die Folge waren fehlende Teile auf der Baustelle, Störungen im Projektablauf und hohe Vertragsstrafen seitens der Bauunternehmen. Gleichzeitig erwarteten die Kunden höchste Termintreue und kompromisslose Qualität.

Was wir umgesetzt haben

Aufbau einer integrierten Planung über den gesamten Wertstrom

Durch die Einführung eines Manufacturing Execution Systems (MES) und die bidirektionale Integration mit ERP und Lagerverwaltung wurde eine durchgängige Planung über den gesamten Wertstrom hinweg ermöglicht. Arbeitsaufträge konnten konsistent geplant, freigegeben, verfolgt und priorisiert werden – von der Auftragsfreigabe bis zur Auslieferung. Ergänzend wurde die Personaleinsatzplanung mit den operativen Bedarfen verknüpft. Dadurch konnte die Ressourcensteuerung deutlich besser an die tatsächliche Auslastung angepasst werden.

Mehr Konnektivität, Transparenz und bessere Entscheidungen

Die nahtlose Anbindung der Maschinen schuf die Grundlage für ein belastbares Performance-Monitoring, Alarmierungen und objektive Leistungsanalysen. Materialbewegungen und Abweichungen konnten in Echtzeit nachvollzogen werden, was die Transparenz im operativen Ablauf deutlich erhöhte. Gleichzeitig entstand eine verlässliche Datengrundlage für präzisere Herstellkostenrechnungen sowie CO₂-bezogene Auswertungen. Entscheidungen konnten dadurch faktenbasiert und deutlich schneller getroffen werden.

Digitalisierung produktionsnaher Dokumentation

Sämtliche produktionsrelevanten Unterlagen wurden digitalisiert – darunter Dokumentationen, Arbeitsanweisungen und Produktionsprotokolle. Das reduzierte den manuellen Aufwand, verbesserte die Verfügbarkeit von Informationen und erhöhte die Rückverfolgbarkeit über alle Prozessschritte hinweg.

Ergebnis

Mit der Einführung des MES über alle operativen Bereiche hinweg entstand Transparenz in Echtzeit – von der Auftragsfreigabe bis zur Auslieferung. Priorisierung und Steuerung konnten direkt in den wertschöpfenden Prozessen verankert werden. Führungskräfte erhielten damit die Möglichkeit, die Ausführung deutlich wirksamer und faktenbasiert zu steuern.
Kapazitätssteigerung+18 %
Margensteigerung+82 %